Wie gründet man eigentlich ein Startup? Was gilt es zu beachten? Welche Unterstützung bietet die HSLU an? Das und vieles mehr erfahrt ihr in diesem Blogbeitrag. Wir durften ein Beispiel aus der Praxis porträtieren und haben dafür ein Interview mit Era Zeqiri, unserer STUDIRAT-Vorständin für das Team Event, durchgeführt. Era hat bereits ihr eigenes Startup gegründet. Sie hat uns ihre Geschichte erzählt und einige Praxistipps gegeben.
Was ist Smart-up?
Die HSLU bietet mit «Smart-up» ein umfassendes Förderprogramm für die Umsetzung einer Geschäftsidee an. Es werden individuelle Beratungen und Coachings von Fachspezialist:innen angeboten. Bis zu 7 Stunden kann man dieses Angebot kostenlos nutzen. Auf der Webseite von Smart-up findet man bereits einige hilfreiche Informationen, Tipps und sogar einen Podcast. Hier ist der Link zur Webseite.
Die Geschichte von «OnlyNoods»
Era studiert zurzeit Business Administration im sechsten Semester. Während der Teilnahme an der Blockwoche «Startup Week» hat sich die Idee von dem Startup «OnlyNoods» entwickelt und die Pitch-Competition am Ende der Woche wurde mit dieser Idee gewonnen. «OnlyNoods» stellt Verkaufsautomaten zur Verfügung, die Instant Ramen Cups inklusive heissem Wasser und Besteck anbieten. Die Automaten werden in erster Linie an Schulen und Universitäten, im Nachtleben und an Touristen-Hotspots aufgestellt, denn dort befindet sich auch die Zielgruppe. Nach der Startup Week wurde Era’s Gruppe direkt mit Smart-up vernetzt und dazu ermutigt, das ISA-Modul “Business Concept” zu belegen. In den darauffolgenden eineinhalb Jahren standen Era immer wieder vor neuen Herausforderungen und sie wurde von Smart-up bei Schwierigkeiten unterstützt. Die nächsten grossen Schritte für «OnlyNoods» sind die Testphase mit einem Automaten und der grosse offizielle Launch am 26. April 2025 am OneHSLU Fest im Südpol. Auch die ersten Kunden ab Herbst stehen fest und interessierte Investoren verfolgen derzeit den Verlauf der Testphase, um zu entscheiden, ob sie investieren wollen.
Erfahrungen mit Smart-up
Era berichtet: «Smart-up ist super, wenn es darum geht, jemanden zu haben, an den man sich in einer Krise wenden kann oder um den Status quo generell in Frage zu stellen. Was man aber nicht erwarten sollte ist, dass man an der Hand geführt wird.» Sie ist der Meinung, dass man dafür Module besuchen oder an Start-up-Programmen teilnehmen kann, wenn man noch nicht genau weiss, wie man starten will. Smart-up zeichnet sich vor allem durch ein riesiges Netzwerk aus. Für fast jedes Problem gibt es eine Person, die weiterhelfen kann.
Era’s Tipps für den Anfang
- Am Anfang kann es sehr hilfreich sein mit möglichst vielen Personen über deine Idee zu sprechen. Die Coaches bei Smart-up nehmen sich gerne Zeit, um deine Ideen zu prüfen. Wenn du jemanden aus deinem Fachgebiet suchst, können sie dich vernetzen.
- Smart-Up organisiert immer wieder Apéros, die für Unternehmer:innen gedacht sind. Jeder ist dort willkommen. Du musst noch kein Startup haben, um daran teilzunehmen. Es ist sehr hilfreich, die Idee in einem unternehmerischen Umfeld zu diskutieren und möglichst viele Inputs zu hören.
- Jeder wird seine persönliche Meinung einbringen wollen. Bleib bei dem, was du für richtig hältst. Letztlich sind es nur Meinungen. Niemand hat eine 100%-Erfolgsformel für ein Geschäftskonzept.
- Wenn mehrere Personen an deiner Idee beteiligt sind, solltest du so früh wie möglich ein Co-Founder Agreement abschliessen. Das kann eine selbstgeschriebene Grundvereinbarung sein. Das kann später essenziell sein, wenn es plötzlich zu Meinungsverschiedenheiten kommt. Es geht nicht darum misstrauisch zu sein, sondern sich in einem gesunden Mass abzusichern.
- So lange wie möglich warten, bevor man Anteile verspricht oder zuteilt.
- Hole so schnell wie möglich Kundenfeedback ab, welches nicht von Freunden und Familie stammt. Das beste Feedback bekommt man, wenn die Kunden etwas zahlen müssen. So erkennt man die wahre Bereitschaft.
- Sprich mit anderen Gründer:innen von Startups, damit du viele Insights und Learnings bekommst. Überlege dir genau, von wem du welchen Rat annimmst. Wenn jemand, der noch nie Berührungspunkte mit ähnlichen Unternehmen hatte, das Potenzial nicht sieht, ist das nicht schlimm.
Wir hoffen, dass euch diese Tipps und das tolle Praxisbeispiel weiterhelfen und euch Mut machen, euer eigenes Start-up zu gründen. Lernt «OnlyNoods» am OneHSLU Fest kennen. Hier sind die Links zu ihrem TikTok und Instagram.
Geschrieben von Oona Howald
Bild von Unsplash